đŸ”„â€žWarum ich wĂŒtend bin“

Manchmal macht mich mein eigenes Arbeitsfeld wĂŒtend.
Und zwar nicht leise. Sondern laut.

Vor Jahren bin ich in Arztpraxen gegangen.
Mit Flyern.
Mit Telefonaten.
Mit persönlichen GesprÀchen.

Ich habe informiert, aufgeklÀrt, erklÀrt, angeboten:

Zertifizierte PrĂ€ventionskurse fĂŒr Bewegung, Stress, Entspannung, gesunde Lebensweise.
Genau das, was wissenschaftlich seit Jahren empfohlen wird.
Genau das, was im Leitfaden PrÀvention klar geregelt ist.

Und wissen Sie, was kam?

👉 Ein Arzt, der fragte:
„Was habe ich denn davon, wenn ich das empfehle?“

Ich war fassungslos. Und bin es bis heute.

Nicht, weil ich etwas „davon“ haben wollte.
Sondern weil Menschen etwas davon gehabt hÀtten.

Gesundheitskompetenz entsteht nicht im Wartezimmer.

Sie entsteht durch Begegnung.
Bewegung.
Begleitung.
PrÀvention.

Heute lesen wir im Public Health Index:
Deutschland: vorletzter Platz.
Nachholbedarf bei Bewegung, ErnÀhrung, Tabak, Alkohol.
Steigende Zahlen bei:

âžĄïž Typ-2-Diabetes
âžĄïž Adipositas
âžĄïž Herz-Kreislauf-Erkrankungen
âžĄïž Krebs

Und ich denke:
Vielleicht ist genau das ein Teil der Wahrheit, ĂŒber die kaum jemand spricht.

Nicht mangelndes Wissen.
Sondern mangelnde Zusammenarbeit.

Nicht fehlende Angebote.
Sondern fehlende Haltung.

Ich bin Physiotherapeutin.
Ich bin PrĂ€ventionsanbieterin nach dem Leitfaden fĂŒr PrĂ€vention.
Und ich glaube zutiefst:

Gesundheit ist keine Einzelverantwortung.
Sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe.

Ich bleibe unbequem.
Ich bleibe klar.
Und ich bleibe laut fĂŒr echte PrĂ€vention.

Nicht aus Wut.
Sondern aus Verantwortung.

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