Heute fĂŒhrt mich mein Weg ein letztes Mal vor der Sommerpause mit der S-Bahn nach Sarstedt.
Nicht zu einem Unternehmen.
Nicht zu einem PrÀventionskurs.
Sondern zu meinem Einsatz als Gesundheitslotsin.
Auf den ersten Blick scheint diese Aufgabe wenig mit meiner Arbeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu tun zu haben.
FĂŒr mich gehören beide jedoch eng zusammen.
Denn in beiden Bereichen geht es letztlich um dieselbe Frage:
Was hilft Menschen dabei, gesund zu leben und gesund zu bleiben?
In GesprÀchen mit Menschen wird immer wieder deutlich, wie viele Faktoren unsere Gesundheit beeinflussen.
Nicht nur Bewegung oder ErnÀhrung.
Sondern auch soziale Beziehungen, Sicherheit, Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit, den eigenen Alltag aktiv gestalten zu können.
Dabei spielt Arbeit fĂŒr viele Menschen eine besondere Rolle.
Arbeit bedeutet weit mehr als Einkommen.
Sie schafft Struktur, soziale Kontakte, persönliche Entwicklung, Anerkennung und das GefĂŒhl, gebraucht zu werden.
Genau deshalb ist gute Arbeit aus meiner Sicht auch ein wichtiger Gesundheitsfaktor.
Umgekehrt zeigt sich immer wieder, wie belastend es sein kann, wenn diese Ressourcen fehlen.
Deshalb gehören Gesundheitsförderung, PrĂ€vention und eine gesunde Arbeitswelt fĂŒr mich untrennbar zusammen.
Ob ich Menschen in einem Unternehmen begleite oder als Gesundheitslotsin tĂ€tig bin â im Mittelpunkt steht immer derselbe Gedanke:
Gesundheit entsteht dort, wo Menschen gute Bedingungen vorfinden, ihre eigenen Ressourcen entwickeln und ihr Leben aktiv gestalten können.
Heute endet fĂŒr mich dieser Projektabschnitt vor der Sommerpause.
Nach der Sommerpause geht es weiter.
Mit neuen Begegnungen.
Neuen GesprÀchen.
Und hoffentlich vielen kleinen Schritten hin zu mehr Gesundheitskompetenz und einer gesunden Arbeitswelt.
Hintergrund
Meine TĂ€tigkeit als Gesundheitslotsin ĂŒbe ich im Rahmen eines Projektes der Landesvereinigung fĂŒr Gesundheit und Akademie fĂŒr Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS) aus.
Gesundheitsförderung ist nicht nur eine individuelle Aufgabe.
Sie ist auch eine gesellschaftliche Verantwortung.
Nicht alle Menschen haben die gleichen Voraussetzungen, ihre Gesundheit aktiv zu gestalten. Umso wichtiger sind niedrigschwellige Angebote, die Orientierung geben, Gesundheitskompetenz fördern und Menschen dabei unterstĂŒtzen, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken und ihren weiteren Weg selbstbestimmt zu gestalten.
Aus meiner Sicht leisten Projekte wie dieses einen wichtigen Beitrag zu mehr gesundheitlicher Chancengleichheit und sind ein unverzichtbarer Baustein einer zukunftsfÀhigen Gesundheitsförderung.
Mehr Informationen zur Arbeit der LVG & AFS finden Sie hier:

