In den vergangenen Tagen wurde ich durch einen Impuls aus meinem BNI-Netzwerk auf ein Thema aufmerksam, das aktuell viele Unternehmen beschäftigt.
Nachhaltigkeit.
Mit den neuen gesetzlichen Regelungen zur Verwendung von Nachhaltigkeitsaussagen wird deutlich, wie wichtig es ist, Begriffe präzise und nachvollziehbar zu verwenden.
Das hat mich dazu angeregt, auch meine eigene Arbeit noch einmal bewusst zu betrachten.
Nachhaltigkeit bedeutet mehr als Umweltschutz
Viele Menschen verbinden Nachhaltigkeit zunächst mit Klimaschutz, Energie oder ressourcenschonender Produktion.
Das ist richtig und wichtig.
In der Gesundheitsförderung hat Nachhaltigkeit jedoch noch eine weitere Bedeutung.
Im Leitfaden Prävention der gesetzlichen Krankenkassen wird Nachhaltigkeit als Ziel beschrieben, gesundheitsförderliche Strukturen dauerhaft in Unternehmen zu verankern.
Nicht die einzelne Maßnahme steht im Mittelpunkt.
Sondern ihre langfristige Wirkung.
Genau dieses Verständnis prägt seit vielen Jahren meine Arbeit.
Gesundheit braucht Strukturen
Ein Gesundheitstag kann Menschen begeistern.
Ein Workshop kann neue Impulse geben.
Ein Präventionskurs kann Wissen vermitteln und Bewegung fördern.
Nachhaltig werden diese Angebote jedoch erst dann, wenn sie Teil einer langfristigen Gesundheitsstrategie werden.
Deshalb verstehe ich Betriebliches Gesundheitsmanagement nicht als Sammlung einzelner Maßnahmen.
Es ist ein strukturierter Entwicklungsprozess, der Unternehmen dabei unterstützt, gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen dauerhaft aufzubauen.
Qualität schafft Vertrauen
Meine Arbeit basiert auf wissenschaftlich fundierten Präventionskonzepten und den Qualitätsanforderungen des Leitfadens Prävention.
Dazu gehören unter anderem:
- Gesundheitsförderung auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse
- zertifizierte Präventionsangebote nach § 20 SGB V
- die Verbindung von Verhaltens- und Verhältnisprävention
- Gesundheitsbildung und Gesundheitskompetenz
- die Integration gesetzlicher Anforderungen des Arbeitsschutzes in ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Projektmanagement für nachhaltige Gesundheitsstrukturen in Unternehmen
Für mich bedeutet Nachhaltigkeit deshalb nicht in erster Linie, möglichst viele Einzelmaßnahmen anzubieten.
Nachhaltigkeit bedeutet, gemeinsam mit Unternehmen Strukturen zu entwickeln, die Gesundheit langfristig fördern und Menschen in ihrem Arbeitsalltag unterstützen.
Gesundheit entsteht gemeinsam
Gesundheit ist niemals das Ergebnis einer einzelnen Maßnahme.
Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen, Menschen beteiligt werden und gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Genau deshalb arbeite ich als Projektleiterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung interdisziplinär mit Unternehmen und Kooperationspartnern zusammen.
Denn nachhaltige Gesundheitsförderung beginnt nicht mit einem Gesundheitstag.
Sie beginnt mit einer gemeinsamen Haltung.



