
Ein Besuch auf der neuen Gesundheitsmesse „Gesund durchs Leben“
von HAZ und NP in Hannover –
und ein Satz, den ich mitgenommen habe.
Am Wochenende war ich auf der neuen Gesundheitsmesse
„Gesund durchs Leben“ in Hannover.
Mehr als 80 Aussteller, Vorträge und Mitmachangebote zeigten, wie vielfältig Gesundheit und Prävention heute gedacht werden können.
Mein eigentlicher Anlass für den Besuch war aber ein Kollege aus meinem BNI-Netzwerk: Philipp Riebe von PhysioNext.  https://physionext-hannover.de/
Sein Vortrag trug den Titel „Gesund und leistungsfähig: Wie gezieltes Training Beschwerden vorbeugt und Bewegung langfristig Freude macht“.
Es ging um Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Schnelligkeit, um Ernährung und Energieverbrauch –
und um eine Frage, die in der Prävention entscheidend ist:
Was bringt Menschen nicht nur dazu anzufangen, sondern auch dabeizubleiben?
Ein Satz aus Philipps Vortrag ist bei mir besonders hängen geblieben:
„Beständigkeit braucht ein eigenes Warum.“

Wissen allein bringt Menschen noch nicht ins Tun
Bei vielen Themen des Vortrags dachte ich: Ja, genau dort liegen auch zentrale Themen meiner Arbeit.
Wir wissen heute viel darüber, welche Bedeutung Bewegung und Training für Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit haben.
Aber Wissen allein verändert noch kein Gesundheitsverhalten.
Menschen brauchen Wissen und Gesundheitskompetenz. Sie brauchen Möglichkeiten, etwas umzusetzen.
Sie müssen Erfahrungen sammeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können.
Und sie brauchen einen eigenen Grund, warum sie etwas verändern und dabeibleiben wollen.
Gute Prävention setzt deshalb nicht beim erhobenen Zeigefinger an.
Sie schafft Bedingungen, unter denen Menschen verstehen, ausprobieren, entscheiden und schließlich selbst ins Handeln kommen können.
Gute Gesundheitsförderung braucht gute Netzwerke
Die Messe hat fĂĽr mich noch einen zweiten Gedanken sehr sichtbar gemacht.
Gesundheit und Prävention haben viele Facetten. Bewegung und Training gehören dazu, ebenso Ernährung, mentale Gesundheit, Beratung, Vorsorge, Therapie und zahlreiche weitere Bereiche. Genau diese Bandbreite wollte auch die neue Gesundheitsmesse in Hannover zusammenbringen.
Kein einzelner Gesundheitsanbieter muss all das selbst abdecken.
Entscheidend ist zu wissen, wer was richtig gut kann – und wo sich Kompetenzen sinnvoll ergänzen.
Deshalb sind fachliche Netzwerke ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.
Mit Philipp und PhysioNext gibt es bereits konkrete Ideen für eine Zusammenarbeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement und in der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Unsere fachlichen Schnittmengen sind groß, gleichzeitig bringen wir unterschiedliche Schwerpunkte und Kompetenzen ein.
Das ist für mich eine gute Grundlage für Kooperation: nicht alles selbst anbieten zu wollen, sondern Leistungen dort zusammenzubringen, wo daraus für Unternehmen und Beschäftigte ein sinnvolles Gesamtangebot entstehen kann.
PhysioNext selbst verbindet Physiotherapie unter anderem mit Training und weiteren gesundheitsbezogenen Ansätzen;
Philipp Riebe bringt dabei langjährige Erfahrung aus Physiotherapie, Training und Gesundheitsmanagement mit.
Physiotherapie und Training gehören für mich eng zusammen
Interessant ist, dass mir diese Verbindung derzeit an mehreren Stellen meiner Arbeit begegnet.
Neben dem Austausch mit PhysioNext erlebe ich sie auch in meiner Tätigkeit bei der Gelenk-Reha Hannover. https://gelenk-reha-hannover.de/
Dort werden Physiotherapie und aktives, systematisch aufgebautes Training ebenfalls miteinander verbunden. Im Physio Personal Training werden Menschen individuell begleitet, um körperliche Fähigkeiten aufzubauen und weiterzuentwickeln.
Damit schlieĂźt sich fĂĽr mich gerade ein interessanter Kreis:
Physiotherapie. Training. Prävention. Gesundheitsförderung.
Das sind unterschiedliche Arbeitsfelder mit unterschiedlichen Aufgaben. Aber ihre Schnittstellen sind groĂź.
Und gerade meine eigene berufliche Entwicklung – von mehr als 30 Jahren Physiotherapie über Präventionskurse und Gesundheitsförderung bis zum heutigen Schwerpunkt BGM/BGF – zeigt mir immer wieder, wie sinnvoll es ist, diese Perspektiven miteinander zu verbinden.
Menschen ins Handeln bringen
Am Ende komme ich damit wieder bei Philipps Satz an:
„Beständigkeit braucht ein eigenes Warum.“
Gesundheitsförderung kann Wissen vermitteln, Kompetenzen aufbauen, geeignete Angebote schaffen und Menschen beim Einstieg unterstützen.
Den eigenen Grund, etwas verändern zu wollen, bringt der Mensch selbst mit – oder entdeckt ihn auf dem Weg.
Unsere Aufgabe als Fachleute ist es, Bedingungen zu schaffen, unter denen daraus Handlung werden kann.
Und dafür brauchen wir neben guter fachlicher Arbeit auch Menschen und Netzwerke, deren Kompetenzen sich sinnvoll ergänzen.
Genau daran möchte ich weiterarbeiten.
https://www.rueckenstark-hannover.de/gesundheitsfoerderung/



