Reaktiv, aktiv oder proaktiv? Ein Gedanke aus einem Workshop, der nachwirkt 💭

Manchmal sind es nur wenige Begriffe, die einen länger beschäftigen.

In der vergangenen Woche nahm ich beim BNI Chapter Ferdinand Braun an einem Workshop von Friederike Garlichs zum Thema „Empfehlen“ teil.

Auf einem einfachen Flipchart standen drei Begriffe:

  • Reaktiv
  • Aktiv
  • Proaktiv

Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr wurde mir bewusst, wie sehr diese drei Begriffe auch meinen eigenen beruflichen Weg beschreiben.

Viele Jahre arbeitete ich als Physiotherapeutin in einem System, das stark von Verordnungen geprägt ist. Patientinnen und Patienten kamen mit einer ärztlichen Empfehlung oder Verordnung in die Praxis.

Die Arbeit begann, wenn jemand geschickt wurde.

Mit dem Schritt ins Unternehmertum  in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Betriebliches Gesundheitsmanagement veränderte sich mein Blick auf die Dinge.

Ich lernte, dass Entwicklung häufig dort entsteht, wo Menschen selbst aktiv werden.

Wo sie Kontakte knüpfen.

Wo sie Fragen stellen.

Wo sie Kooperationen aufbauen.

Wo sie Chancen nicht nur erkennen, sondern gestalten.

Genau darin liegt für mich der Unterschied zwischen aktivem und proaktivem Handeln.

Proaktivität bedeutet nicht, ständig mehr zu machen.

Proaktivität bedeutet, Verantwortung für die eigene Entwicklung zu übernehmen und bewusst die nächsten Schritte zu gestalten.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Veränderungen, gesellschaftlicher Transformation und zunehmender Komplexität halte ich diese Haltung für besonders wichtig.

Für Unternehmen.

Für Netzwerke.

Und auch für die persönliche Entwicklung.

Deshalb war der Workshop für mich weit mehr als eine Veranstaltung zum Thema Empfehlungsmarketing.

Er war eine Erinnerung daran, dass erfolgreiche Netzwerke von Menschen leben, die bereit sind, sich einzubringen, Beziehungen aufzubauen und Verantwortung für ihre Entwicklung zu übernehmen.

Mein Dank gilt Friederike Garlichs https://friederike-garlichs.de/ für die inspirierenden Impulse.

Ebenso danke ich Thomas Schüssler von der Wirtschaftsförderung Hannover, von dem ich bereits vor einigen Jahren wichtige Anregungen für mehr unternehmerische Proaktivität erhalten habe.

Danke auch an Markus Kühn https://www.audax-finanz.de/ für hilfreiche Hinweise rund um die Netzwerkarbeit sowie an meine Mentorin Steffi Keimling für ihre kontinuierliche Unterstützung auf meinem Weg.

Mit Blick auf die bevorstehende Sommerpause bin ich dankbar für viele spannende Projekte, neue Kontakte, gute Entscheidungen und die Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden im ersten Halbjahr 2026.

Die kommenden Wochen möchte ich nutzen, um weiterzulernen, Beziehungen zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

Denn oft beginnt Entwicklung genau dort, wo wir selbst den ersten Schritt gehen.

Andrea Kujawa

rückenstark – Gesundheitsförderung, Prävention und Physiotherapie

Ich schaffe Strukturen, in denen Gesundheit, Wohlbefinden und wirtschaftlicher Erfolg gemeinsam wachsen können.