BGM-Maßnahmen: Was braucht dieses Unternehmen wirklich? 🧐🎯

Nicht möglichst viele Maßnahmen. Sondern die richtigen.

Eine Mitarbeitendenbefragung kann zeigen, wo genauer hingeschaut werden sollte. Aber aus ihren Ergebnissen folgt nicht automatisch ein Bewegungskurs, ein Gesundheitstag oder ein Workshop.

Denn Unternehmen sind unterschiedlich. Arbeitsplätze sind unterschiedlich. Und auch die Faktoren, die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit beeinflussen, unterscheiden sich.

Deshalb beginnt die entscheidende Arbeit mit dem Verstehen der Ergebnisse.

Aus Ergebnissen können ganz unterschiedliche Handlungsfelder entstehen

Eine Analyse kann Hinweise auf körperliche Belastungen geben.
Auf hohe Arbeitsdichte oder Zeitdruck.
Auf fehlende Handlungsspielräume.
Schwierigkeiten in Kommunikation und Zusammenarbeit
oder Entwicklungs- und Qualifizierungsbedarf.

Sie kann aber ebenso Ressourcen sichtbar machen:

Was funktioniert bereits gut? Wo erleben Beschäftigte Unterstützung? Welche Strukturen bewähren sich? Wo gibt es Handlungsspielräume, gute Zusammenarbeit oder andere Ressourcen, die erhalten und gestärkt werden sollten?

Dieser Blick auf Belastungen und Ressourcen gehört zu einem strukturierten Prozess der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Auch der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes sieht die Analyse der gesundheitlichen Situation einschließlich Risiken und Potenzialen als Grundlage für die weitere Planung vor. GKV-Spitzenverband

Die BAuA macht ebenfalls deutlich, dass gesundheitsgerechte Arbeit an unterschiedlichen Stellen gestaltet werden kann – von Arbeitsmenge und Arbeitszeit über Handlungsspielräume bis zu Führung und sozialen Beziehungen. BAuA

Die Analyse bestimmt also mit, wo angesetzt werden sollte.

Bewegung kann die richtige Maßnahme sein – wenn sie zum Bedarf passt

Als Physiotherapeutin liegen mir Bewegung, körperliche Ressourcen und Training natürlich besonders nahe.

Aber genau deshalb ist mir die Unterscheidung wichtig:

Bewegung ist nicht automatisch die Antwort auf jedes Gesundheitsproblem im Unternehmen.

Zeigt die Analyse beispielsweise Handlungsbedarf bei körperlichen Ressourcen, Bewegungsverhalten oder bestimmten körperlichen Anforderungen, können gezielte Bewegungs- und Trainingsangebote sinnvoll sein.

Zeigt sie dagegen Probleme bei Arbeitsorganisation, Führung, Kommunikation oder Handlungsspielräumen, muss an diesen Bedingungen gearbeitet werden.

Die BAuA betont für die präventive Arbeitsgestaltung ausdrücklich, dass pauschale Lösungen nicht ausreichen und Beschäftigte und Führungskräfte in Gestaltungsprozesse einbezogen werden sollten. BAuA

Verhaltens- und Verhältnisprävention gehören zusammen.

Die passende Kompetenz für das passende Handlungsfeld

Und hier kommt für mich noch ein weiterer Aspekt guten Betrieblichen Gesundheitsmanagements ins Spiel:

Ein BGM-Anbieter muss nicht alles selbst anbieten.

Er muss erkennen können, welche Kompetenzen für die identifizierten Handlungsfelder gebraucht werden – und wissen, wann spezialisierte Partner sinnvoll sind.

Genau deshalb sind fachliche Netzwerke Bestandteil meiner Arbeit.

Mit Philipp Riebe und PhysioNext in Hannover bestehen konkrete Ideen für eine Zusammenarbeit im Bereich BGM und BGF.

Wenn Bewegung, körperliche Ressourcen, Physiotherapie oder gezieltes Training als relevantes Handlungsfeld identifiziert werden, kann spezialisiertes physiotherapeutisches und trainingswissenschaftliches Know-how eine wertvolle Ergänzung sein.

Entscheidend ist die Reihenfolge:

Nicht erst das Angebot – und danach die Suche nach einem Bedarf.

Sondern:

Erst den Bedarf verstehen – und dann die passende Kompetenz hinzunehmen.

Wahrnehmen. Verstehen. Handeln.

Damit schließt sich der Kreis zu meinen vorherigen Beiträgen.

Eine Mitarbeitendenbefragung ist ein Ausgangspunkt.

Die Ergebnisse müssen verstanden und gemeinsam eingeordnet werden.

Daraus entstehen Handlungsfelder.

Erst dann werden passende Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.

Und anschließend wird überprüft, was erreicht wurde.

Der GKV-Spitzenverband beschreibt Betriebliche Gesundheitsförderung entsprechend als strukturierten Lernzyklus und betont dabei auch die Beteiligung der Beschäftigten und betrieblichen Akteure. GKV-Spitzenverband

Für meine Arbeit mit rückenstark lässt sich diese Haltung auf drei Worte bringen:

Wahrnehmen. Verstehen. Handeln.

Denn gutes Betriebliches Gesundheitsmanagement braucht nicht möglichst viele Maßnahmen.

Es braucht die richtigen – für dieses Unternehmen, seine Beschäftigten und die tatsächlich identifizierten Handlungsfelder.

Betriebliches Gesundheitsmanagement mit rückenstark

Ich unterstütze Unternehmen in Hannover und der Region Hannover dabei, Belastungen und Ressourcen zu erkennen, Handlungsfelder zu entwickeln und daraus gezielte Schritte für Gesundheit und Arbeitsfähigkeit abzuleiten.

https://corporate-health.rueckenstark-hannover.de/